Gedanken zum Thema "Spiritualität und Liebe"

Ich hatte in meinem Leben schon einige Beziehungen. Auch eine Ehe, aus der meine wundervolle Tochter Katja hervorgegangen ist. All diese Beziehungen sind immer wieder gescheitert, manchmal nach Monaten, manchmal nach Jahren. Aber eines war ihnen gemeinsam. Ich hatte es dabei immer leicht, die Schuld für das Scheitern bei der jeweiligen (Ex-)Partnerin zu finden. Erst durch meine (bisher) letzte Beziehung, die nur knappe 5 Monate (17.07.-12-12-2012) gedauert hat, habe ich realisiert, dass all die Probleme, die ich in den damaligen Partnerinnen gesehen habe, vorwiegend eine Reaktion auf meine Unvollkommenheit, mein mangelndes Selbstbewusstsein war (siehe dazu auch das Gleichnis mit der Brücke).

An dieser Stelle möchte ich Sabine danken, dass sie mir geholfen hat, die Augen zu öffnen. So verrückt es auch scheinen mag, gerade diese Beziehung ist nicht nur an meinen Grenzen gescheitert, sondern auch daran, dass sie sich zwar nach Liebe gesehnt hat, aber diese dann doch nicht zulassen konnte, als sie ihr passierte (siehe dazu auch die eingangs zitierte Weisheit über das Scheitern der Liebe).

Es ist mir bewusst, dass das jetzt so klingt, als ob ich die Schuld für das Scheitern wieder beim (Ex-)Partner suche. Aber das ist nicht so. Es hat mich Monate an Therapie und Selbstreflexion sowie einige Bücher und DVDs gekostet, um das festzustellen. Zunächst hatte ich (im Gegensatz zu allen anderen gescheiterten Beziehungen) alle Schuld allein bei mir gesehen. Aber (abgesehen davon, dass es aus spiritueller Sicht niemals um Schuld geht) dann habe ich festgestellt, dass zwar im Außen meine Depression (die durch meine unbewusste Sensibilität und die indirekte Ablehnung durch Sabine ausgelöst wurde) den Stein ins Rollen gebracht hat, aber die Ursache war eine andere. Sabine hat mich "zur Reparatur abgegeben", weil ich in ihren Augen "kaputt" war. Sie wollte aber nicht erkennen, dass sie ein Problem damit hat, Liebe zuzulassen. Sie blockte ab, wenn es darum ging, ihre Ängste zu erkennen und an sich selbst zu arbeiten. Sabine macht jetzt dasselbe, was ich in meinen bisherigen gescheiterten Beziehungen gemacht habe und mir damit einen Spiegel vorgesetzt.